Zum Tode von Willi Poth

Ein Urgestein der Araberszene und Ehrenmitglied der PSE hat uns für immer verlassen. Willi Poth starb am vergangenen Freitag, nachdem er im Dezember seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert hatte. Unser Mitgefühl gebührt seiner Familie mit Dank für seinen Einsatz in der SE-Zucht in Deutschland. Noch vor Gründung der PSE organisierte er in Wiesbaden den ersten Egyptian Event Europe ganz ohne Wettkampf und Richten mit vielen tausend Besuchern und übernahm anschließend den Posten des Vizepräsidenten, als die PSE 1987 gegründet wurde.

Als Züchter mit zunächst Poth-Arabians dann Classic Arabians war er weltweit bekannt ebenso wie als internationaler Richter. Vielen jungen Züchtern hat er Pferde vermittelt und Rat gegeben. Wenn auch nicht immer unumstritten hat er eine klare Meinung vertreten und mit viel Sachverstand gehandelt, indem er beispielsweise Alidaar nach Europa holte. Nach 20 Jahren in Südfrankreich, kehrte er nach Deutschland zurück nach Hohwies bei Hettingen in Baden-Württemberg und übergab seiner Tochter Susi das Gestüt. Eine Würdigung seiner züchterischen Erfolge wird Susanne Bösche an dieser Stelle ergänzen.

Bettina von Kameke PSE Presidentin

Willi Poth (21.12.1938-12.4.2019)

 Immer ein Auge für Qualität

Über 46 Jahre lang züchteten Willi Poth und seine Frau Ursula arabische Pferde, ihre Tochter Susanne trat in ihre Fußstapfen. Vollblutaraber wie Ibn Galal, Alidaar, Mohssen, AK Nawaal, Monisa Halima sind untrennbar mit Willi Poth verbunden. Dank seiner Visionen fand er hervorragende rein ägyptisch gezogene Pferde, die die Zucht in Europa beeinflussten. Am 12.April, vier Monate nach seinem 80.Geburtstag, starb Willi Poth.

Nicht nur die Schönheit, Ausdauer und das freundliche Wesen des arabischen Vollbluts begeisterte Willi Poth, sondern ebenso die reiche Historie Ägyptens, die Legenden und Mythen der Beduinen. Mit einem untrüglichen Auge für Qualität schaffte es Willi Poth immer wieder, besondere rein ägyptische Vollblutaraber, wahre Publikumsmagneten, auf sein Gestüt zu holen. Den Anfang machte Ibn Galal (x Mohga), später folgten Hengste wie Mehanna (Galal x Mouna), Sherif Pascha (Ansata Abbas Pasha x Sabah), Mohssen (Ansata Ibn Halima x Bint Mouna), Alidaar (Shaikh Al Badi x Bint Magidaa) und Lohim (Ansata Ibn Halima x Lohelia). Von seinem erlesenen Geschmack konnten sich Besucher des Gestüts Classic Egyptian Arabians in Südfrankreich überzeugen. Nach 20 Jahren im schönen Südfrankreich, zog es 2010 Willi und Ursula Poth zurück in die deutsche Heimat, auf das Gut Hohwieshof in Hettingen, Baden-Württemberg.

Dem ägyptischen Vollblutaraber blieben sie treu. Edle Araber mit dem Namenspräfix „Classic“ überzeugen international, zum Beispiel der Prämienhengste Classic Rayan (Alidaar x AK Raiyeh) oder Classic Mansour (Alidaar x Monisa Halima). Poths Pferde faszinierten Züchter weltweit ebenso wie in Deutschland. Rosemarie Kolsters Gestüt basiert auf den Poth-Importen Monisa Halima (Ansata Ibn Halima x AK Monisa Moniet) und AK Nawaal (The Egyptian Prince x Dahman Shahwaniah). Sarameena (FA Ibn Sar x Flabys Joffa), Mutter des Multi-Champions F Shamaal, wurde zur Gründerstute für Hansjürgen und Inge Friedmann.

Ob als internationaler Schaurichter oder –organisator, Willi Poth engagierte sich in vielen Bereichen der Araberszene. Seit 1986 ECAHO-Richter wollte er Pferde mit arabischer Ausstrahlung auf Schauen sehen. „Kein Typ, kein Vollblutaraber!“ so seine Maxime.

Er organisierte den in den 80er Jahren die ersten Egyptian Events in Europa, von denen Besucher noch heute schwärmen. Anlässlich des 30.Jubiläums der Pyramid Society Europe, dessen Gründungsmitglied Willi Poth war, ließ er es sich nicht nehmen, zum Egyptian Event Europe zu fahren und teilte seine Erinnerungen an die Anfänge mit anderen.

Nach den ersten Egyptian Events Europe folgten großartige, offene Vollblutaraberschauen auf der Iffezheimer Rennbahn bei Baden-Baden zu Beginn der 90er Jahre, die neue Maßstäbe setzten.

Selbst sein hohes Alter war für Willi Poth kein Grund, sich zur Ruhe zu setzen. Zusammen mit seiner Frau Ursula reiste er unermüdlich um die Welt, sein Ratschlag wurde gern gehört. Im vergangenen Jahr besuchte er noch Ägypterzüchter in Marokko; er ruhte nicht, um auf Seminaren und in Vorträgen seine Ideale und sein Wissen weiterzugeben.

In der jüngeren Vergangenheit haben bekannte Ägypterzüchter teils nicht-ägpytische Hengste in ihrer Zucht eingesetzt. Willi Poth blieb dem ägyptischen Pferd dagegen treu. „Seine wahre Leidenschaft galt den reinen Ägyptern“, sagte seine Tochter Susanne. „Mein Vater bedauerte so sehr, dass für manche Züchter anscheinend Pokale wichtiger sind als Pedigrees. Wertvolle Linien werden nicht mehr gepflegt.“ Schon vor mehr als zehn Jahren bemängelte Willi Poth, dass Wissen um die Abstammungen nicht mehr geschätzt wird: „Viele Züchter kennen die Abstammung ihrer Pferde nicht mehr, können auf Nachfrage vielleicht noch die Eltern nennen. Doch welches Erbgut, welches Potenzial sich dahinter verbirgt, das wissen sie nicht mehr.“

Susanne Bösche

 

Veröffentlicht unter WebMaster | Kommentare deaktiviert für Zum Tode von Willi Poth

Egyptian Event Europe 10 & 11 August 2019

Veröffentlicht unter WebMaster | Kommentare deaktiviert für Egyptian Event Europe 10 & 11 August 2019

Kuwait ANC Straight Egyptian

Mehr als 160 arabische Pferde aus Kuwait, Ägypten und Saudi-Arabien nahmen am All Nations Cup Straight Egyptian (ANC-SE) für rein ägyptische Vollblutaraber teil, der unter der Schirmherrschaft Seiner Hoheit, des Emir Sheikh Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah, organisiert wurde. Die Ägypterzucht Kuwaits zieht viele Züchter und Liebhaber aus aller Welt ins Land. Die nicht nur die Schau besuchten, sondern außerdem eine dreitätige Gestütstour im Anschluss, organisiert vom kuwaitischen Staatsgestüt Bait Al Arab.

Die Klassensieger und mindestens die ersten drei Platzierten erhielten über 90 Punkte. Aus deutscher Sicht bemerkenswert: die Silbergewinnerin der Jährlingsstuten, Ameera Aliris, ist eine Tochter des von Dr. Nagel gezüchteten NK Nabhan, einem braunen Hengst, den viele vor allem für seine Typausstrahlung feiern.

Al Babtain-Pferde feierten einen Doppelerfolg im Jährlingschampionat der Stuten, AB Daliya (Royal Colours x Abhaa Dunia) gewann Gold und AB Deem (Al Ayal AA x Dalal Zamani) Bronze. AB Deems Mutter Dalal Zamani ist übrigens eine Vollschwester zu der hocherfolgreichen Wadad Zamani, die in Europa und den USA Championate gegen starke Konkurrenz nicht nur auf Ägypterschauen gewann.

Zurecht darf Ahmed Al Babtain stolz auf diese Siege sein, denn die Konkurrenz bei den Jährlings- und Juniorenstuten war stark.

Starke Kombinationen

Feiern konnten Mai Ahmed Abdullah Bozuber und ihr Mann Ahmed Al Talawy, Besitzer des Al Baydaa Gestüts in Ägypten, schon zwei Wochen vor dem ANC-SE. Auf dem 8. Kuwait – International Arabian Horse Championship sorgten die Pferde von Madame Mai gleichfalls für Furore und holten mehrere Titel.

Während der starken Stutenklassen des ANC-SE blieb das große Erfolgserlebnis noch aus. Im Championat eroberte M Sarah immerhin Silber für Madame Mai. Die von Mubarak Arabians gezüchtete M Sarah ist eine Tochter des 2015 mit nur zwölf Jahren verstorbenen Ezz Ezzain (Ansata Murtajiz x Najeiah – Hanan-Linie), ihre Mutter Ansata Suleyma ist eine Enkeltochter der berühmten Ansata Samantha.

Gold und Bronze bei den Seniorenstuten gingen an in den USA gezüchtete Stuten, die mit starken Bewegungen durch die großzügige Arena schwebten. Beide Stuten stammen aus der Kombination von Thee Desperado mit dem von Horst Preuss gezüchteten Mishaal HP. DSA Baby Dhall, Gold Seniorenchampioness, wurde gezüchtet von Jerry und Annette Boles, USA, und ist im Besitz von Abdullah Bin Fahad Alhaqbani, KSA. Diese elegante achtjährige Schimmelstute erhielt mit 93,39 Punkten nicht nur die Höchstnote der Show, sondern bewies auch, wie wertvoll der Import von Mishaal HP (Ansata Sinan x Mesoudah M) für die US-amerikanische, stark von The Minstril und seinem Sohn Thee Desperado geprägte Ägypterzucht war. Die Kombination des extrem typvollen Mishaal HP mit den linigen, hauptsächlich braunen Töchtern von Thee Desperado erwies sich als hervorragend. DSA Baby Dhall, deren Mutter DSA Hey Baby von Thee Desperado, Unanimous Scottsdale Supreme Champion und dem US National Reserve Champion, stammt. In der Mutterlinie geht DSA Baby Dhall über Wanisa – Nazeera – Malaka auf Rodania zurück.

Die Bronze-Gewinnerin Previous Rose RCA, im Besitz von Al Shaya Stud, Kuwait, ist ganz ähnlich gezogen. Previous Rose RCA ist von Thee Desperado und aus einer Mishaal HP-Tochter Mishaals Prevue RCA, die ebenfalls zu Rodania zurückkehrt; in diesem Fall über Lateefa II – Samia – Malaka.

Schwebezustände

Manchmal wird der Letzte der Erste sein, so war es beim ANC-SE bei den Seniorenhengsten. Adham Saqrs Auftritt sorgte für Anspannung und dann große Glückseligkeit bei Madame Mai. Als ältester Hengst betrat Adham Saqr (Imperial Madori x Ameera Saqr) als letzte Pferd den Schauring in der Klasse der 12-jährigen und älteren Hengste. Strahlendweiß schimmerten sein seidiges Fell und der extra lang gezüchtete Schweif in der Abendsonne. Die Richter bewerteten den Hengst mit 93,21 Punkten, der Höchstnote aller Hengste, darunter dreimal die Höchstnote 20 für den Kopf. Das bedeutete den Klassensieg. Adham Saqr war auch die erste und einstimmige Wahl für den Gold Seniorenchampion. Dieser Erfolg war nicht unerwartet; der von Omar Sakr, Ägypten, gezüchtete Adham Saqr ist kein Umbekannter auf der Schaubühne. Vielmehr gewann der Imperial Madheen Enkel bereits Champinate in Kuwait, Ägypten und Europa, inklusive zwei Top Ten Platzierungen beim Weltchampionat in Paris.

Der von Al Farida Stud, Ägypten, gezüchtete Bebars Al Farida (Imperial Baarez x Salma) sicherte Madame Mai außerdem noch Silber. Elegant wie ihre Hengste schwebte Madame Mai von der Zuschauertribüne herab und nahm strahlend die Trophäen für diesen Doppelsieg entgegen. Bebars Al Farida geht über seinen Vater auf den von Günter Maiworm gezüchteten Orashan zurück. Seine Mutter Salma ist eine Tochter von Royal Colours aus der Fay Zina T (Fay Sabun x Zakeyat), gezüchtet von Elke und Peter Trost.

Junge Hengste

Der Einfluss von Prof. Siegfried Pauflers Stammstute Madinah ist in Kuwait mehrfach zu sehen gewesen, zum einen über Imperial Madheen. Der Goldchampion der Jährlingshengste Adeeb Al Hilaliya (von Asfoor Al Waab) geht in der Mutterlinie auf Madinah zurück. Seine Mutter Touq Al Waab ist eine wunderschöne Ansata Nile Pasha Tochter aus der Mesoudah Al Rayyan (x Bint Mesoudah M HP – Madinah).

Bei den Juniorenhengsten fand sich dagegen der Einfluss des enorm kalibrigen, gangstarken Orashan (Messaoud x Ora). Der Goldgewinner SH Sarab (von Royal Colours) führt Orashan über seine Mutter Imperial Bushraa gleich zweimal in der Abstammung.  Mit noch mehr Schwung und Aufrichtung in der Bewegung begeisterte Bronze Juniorenchampion PSE Al Jabbar die Jury und die Zuschauer. „Dabei kann er noch viel mehr zeigen, heute war er etwas zurückhaltend im Auftreten“, fand sein Züchter Pierre Groenen, Belgien, der Zeuge des Erfolgs des dreijährigen Hengstes wurde. PSE Al Jabbar steht im Besitz von Al Shaya Stud und erhielt 92,88 Punkte, die Höchstnote aller Junghengste. Pierre Groenen verkaufte alle seine Pferde, gab sein Gestüt Pyramid Straight Egyptian auf. Dennoch verfolgt er noch deren Wege. So freute sich Groenen auch über PSE Al Jabbars Vater PSE Al Rakhan, der für den neuen Besitzer Asayel Stud 2018 einstimmiger ANC-SE Gold Seniorenchampion und Europa Bronze Seniorenchampion wurde.

Die internationale Konkurrenz beschränkte sich auf einige wenige Pferde aus Saudi-Arabien und Ägypten. Vielleicht ist die Tatsache dem vollen Terminkalender in der Golfregion geschuldet, wo zurzeit durchschnittlich zwei Schauen pro Woche stattfinden. Dennoch wäre es Ausstellern aus anderen Ländern sicherlich schwergefallen, gegen die starken, leidenschaftlichen Züchter Kuwaits zu bestehen, die sowohl die All Nations Cup Straight Egyptians Trophy als auch die Breeders Trophy gewannen.

Gestütstour

Judith Forbis, deren züchterisches Erbe in wohl allen kuwaitischen Gestüten zu finden ist, sagte vor mehr als zehn Jahren: „Fortschritt gründet sich in Liebe, Hingabe und Ausdauer. In der Araberszene wird dies nirgends deutlicher als in Kuwait. Die Zusammenarbeit untereinander ebenso wie mit Züchtern in den benachbarten Golfstaaten zeigt eine beispielhafte Kameraderie.“ Das ist bis heute spürbar.

Ähnlich wie in anderen Ländern haben sich die Interessen innerhalb der Züchterschaft Kuwaits verändert. Einigen sind Pferde, die auf Schauen konkurrenzfähig sind, wichtig. Typvoll, gangstark und elegant sollen sie sein – und Siege holen. Andere züchten primär aus Leidenschaft, freuen sich aufrichtig an den schönen Pferden der anderen, tauschen sich gedanklich und hinsichtlich Zuchtmaterials aus. Ausdrucksstark, schwungvoll in den Bewegungen mit der gewünschten Aufrichtung sind diese Pferde – auch wenn man sie nicht auf Schauen sieht, weil ihre Besitzer kein Interesse daran haben. Darum wissen die internationalen Besucher die dreitätige Gestütstour im Anschluss an den ANC-SE zu schätzen, wo sie noch einmal besondere Juwelen zu sehen bekommen. Elf Züchter beziehungsweise Gestüte präsentierten ihre Pferde den Besuchern aus Europa (darunter eine große Gruppe Deutscher), den USA, Südafrika und natürlich dem Nahen und Mittleren Osten.

Al Rayah Stud und Al Sharq Farm

Eine kombinierte Präsentation des Al Rayah Stud und der Al Sharq Farm, die Ala Ala Al-Roomi und Talal Al-Nisf gehören, bildete den Auftakt. Den Zuschauern wurden mehrere Familien vorgestellt. Neben einer großen Dahman Shahwan Gruppe waren zwei kleinere Familien aus der Saqlawi Jidran Linie interessant; einmal der Zweig von Madinah Al Rayah (Gazal Al Rayah und Alidah Madheen – Moniet El Nefous), der andere war Zaafarana Al Sharq, eine Ansata Hejazi-Tochter aus Amira Al Rayyan, die auf Zaafarana zurückkehrte. Beide haben deutsche Vorfahren. Alidah Madheen (Alidaar x Messoudah M) wurde von Horst Preuß gezüchtet, während Amira Al Rayyan (von Al Adeed Al Shaqab) aus der von Peter Gross gezogenen Bint Bint El Araby stammt.

Ajmal Arabian Stud

Vollblutaraberzüchter kennen und preisen Mohammed Jassim Al Marzouq als denjenigen, der die kluge Vision hatte, Ansata Hejazi nach Kuwait zu importieren, um die Zucht in seiner Heimat nach dem Ende der irakischen Invasion (2.Golfkrieg – 1991) auf ein neues Niveau zu bringen. Der Einfluss des 2015 gestorbenen Ansata Hejazi ist in Kuwait und besonders im Ajmal Stud nach wie vor lebendig. Die beiden Hengste Ajmal Talal (Sinan Al Rayyan x Ansata Samari von Ansata Hejazi) und Ajmal Tameen (von Ansata Hejazi) sind lebende Beweise. Ajmal Tameen stammt aus der von Dr. Hans Wettke gezogenen Tabanya (Hamasa Nabih x Tamria II).

Neben anderen Linien – darunter eine groß wird im Ajmal Stud auch die Hadban Enzahi-Linie gepflegt, repräsentiert zum einen durch die herrliche NK Nawal (NK Kamar El Dine x NK Nadirah von Adnan). Aus der gleichen Familie, aber der Zweig Malekat El Gamal ist ZT Adela, eine siebenjährige Stute von Ajmal Maghreb aus ZT Faa’lila von ZT Faa’iq.

In den Saqlawi-Linien finden sich deutsche Einflüsse, beispielsweise in Ajmal Massouda (Ajmal Talal x Ajmal Moneera), die über Hamasa Massuda auf Moneera zurückgeht. Oder die Fuchsstute Maheebah Al Ryah (Farees Halim x Tameri Marana), die Claudia Scheidl nach Kuwait verkaufte.

Arabna Stud

Das Gestüt Arabna ist die Heimat des Hengstes NK Jamal El Dine (NK Hafid Jamil x Ansata Ken Ranya) und der ganze Stolz des Besitzers Mr. Dhari Al Mejhem. Zu NK Jamal El Dines schöner Nachzucht zählen Ghaliya Arabna (x El Thay Koloub) und Sunbola Arabna (x Sadan Arabna).

Vor zwei Jahren pachtete Arabna Stud den Ansata Sinan-Sohn Nasser Al Rayyan (von Nadra Al Rayyan, von Ashhal Al Rayyan) an, von dem eine feine Nachkommengruppe (aus verschiedenen Mutterlinien) vorgestellt wurde.

 Al Salam Arabians

Eine der schönen, sich kraftvoll bewegenden Stuten, die Moahmmed Hamad Al Rukhayes von Al Salam Arabian, den Besuchern vorstellen ließ, war Galagel Al Baidaa (Jamil Al Rayyan x Gameela Saqr v. Tallahsman), zurückgehend auf Falima (Ansata Ibn Halima x Fa-Habba), Gründerin der weltberühmten Ansata Nile-Familie.

Neben Motair Al Baidaa (Tarres Rasheek Al Qusar x Ansata Bint Shahrezad) steht der junge Vater Ezz Al Rashediah, ein Sohn des Ansata Nile Echo aus Nabaweyah Ezzain (Familie Lotfeia), im Gestüt Al Salam Arabians.

Mubarak Arabians

Der Fliegenschimmel Dahes Al Rayyan ist über Ansata Selman ein Enkel des unvergesslichen Ansata Hejazi und im Gestüt Mubarak Arabians von Mohammed Al Mubaraki ein bewährter Vererber. Dahes Al Rayyans Mutter G. Shafaria war eine der Perlen der Al Rayyan Farm in Katar.

Ansata Hejazis Einfluss ist nicht nur in Dahes Al Rayyan zu finden, sondern auch in den Stammbäumen der schönen Zuchtstuten auf Mubarak Arbians. Dazu gehört Ansata Suleyma (Ansata Hejazi x Ansata Samsara), Mutter der ANC-SE Silber Seniorenchampionesse M Sarah.

Die Pferde genossen die Präsentation genauso wie die internationalen Zuschauer, denn Mr. Al Mubaraki hielt hier und da eine Möhre bereit, die sich seine Vollblutaraber gerne bei ihm abholten.

Aljazira Stud

Auf Talal Al Mehris Alzjazira Stud war u.a. eine große Gruppe von Moheba Nachkommen zu bewundern, darunter Mai Aljazira, eine Tochter des El Thay Mameluk, den Mr. Al Mehri als Outcross für die starke Inzucht auf Ansata Hejazi nach Kuwait geholt hatte. Beeindruckend außerdem Nayla Al Rayyan von Sinan Al Rayyan aus de Naama Al Rayyan, zurückgehend auf Ansata Majesta (Maymoonah – Malikah).

Aus der Tamria-Familie präsentierte sich Jawhara Aljazira (Sinan Al Rayyan x Jamala Al Zamet) mit zwei Töchtern. Beeindruckend ebenso die von Familie Hain gezüchtete Amouna Princess Jamilah von Jamil Al Rayyan aus der Taysouna.

  Al Safinat Farm

Khaled Ben Shokor zeigte dem Publikum teilweise schon seine dritte Generation, beispielsweise aus der Familie der Alikaat (Ruminaja Ali x Katourah – Nourah – Bint Nefisa). Die 25-jährige RN Rayana (von Prince Fa Moniet), ganz im Typ ihrer berühmten Mutter Ansata Sharifa stehend, präsentierte sogar schon ihre vierte Generation.

Die deutschen Besucher freuten sich, zwei Saqlawi-Linien bewundern zu können. Einmal Subh Safinat, die auf Bint Sabah (von Ibn Nazeema) zurückgeht und Nourah Halima (Al Adeed Al Shaqab x Moufisa Al Kidir), von Michael Ponnath gezogen.

Al Rehab Stud

Eine Verwandte zu Nourah Halima bestach im Al Rehab Stud, die Jährlingsstute Badra Al Rehab von Nasser Al Rayyan aus der Bedaya Al Rehab, die über Monieta Halima ebenfalls aus Moufisa zurückgeht.

Mit Leena El Kuwait (Sinan Al Rayyan x Latiefa) begegnete man einer Vertreterin der selten gewordenen Familie der von Dr. Georg Olms einst aus Ägypten nach Deutschland importierten Menha, einem Zweig der Bint Bukra Familie.

Al Arab Stud

Zusammen mit dem Staatsgestüt Bait Al Arab ließ Sheikha Sarah Al-Fahad Al-Sabah einige Stuten ihres Al Arab Stud präsenieteren. Die Sheikha ist aktiv involviert in die Geschicke des Staatsgestüts und General Manager des Arabian Horse Centers.

Das züchterische Glück war ihr hold, denn Sheikha Sarah konnte den kürzlich verstorbenen Al Adeed Al Shaqab mittels Gefriersperma einsetzen und wurde mit drei bezaubernd schönen Stutfohlen beschenkt, die die Herzen der Zuschauer eroberten. Darunter Katara Al Arab aus. Der Yareem Al Arab, die wiederum aus einer Hafeed Anter Tochter stammt und auf den Rodania-Zweig der Malaka zurückgeht. Das andere vorgestellte Al Adeed Stutfohlen Dhabyia Al Arab geht über die Mutter Sarah Al Arab (Ajmal Ashhal x RAS Amala) auf die Mohafez Tochter Amal aus der Hanan zurück.

Bait Al Arab

Das Staatsgestüt pflegt die unterschiedlichen Stutenlinien und möchte die Identität der jeweiligen Familien bewahren. Stempelnde Vererber sind deswegen nicht unbedingt geschätzt, vielmehr sucht man Hengste, die in Teilen verbessern, doch den Typ der Mutterstuten durchlassen. Dazu stehen im Staatsgestüt derzeit vier Beschäler: Ansata Sheikh Halim (Ansata Hejazi x Ansata Samiha) sowie die drei selbstgezogenen Marwan Elkuwait (Ajmal Al Kout x Mesk Elkuwait – Ansata Meryta – Halima), Waseem Elkuwait (Ansata Sirius x Waha Elkuwait – Ansata White Nile – Falima) und Ghazal Elkuwait (Ajmal Al Kout x Ghazalla Al Rayyan – Aisha – Hanan).

Neue Stuten, die noch eine Familie gründen sollen, sind Loubna Al Waab, die auf die Weltchampionesse Bint Saida Al Nasser zurückgeht, und El Thay Maniha, eine Fuchsstute aus der Rodania-Linie der El Thay Mansoura – Morawa von Cornelia Tauschke.

Bewundernswerte Familien über mehrere Generationen gehen zurück auf Latiefa (Hamasa Khazzan x Hamisa Tarifa – Menha – Nagwa – Bint Bukra), Ansata Meryta (Ansata Halim Shah x JKB Masouda – Malikah – Moheba) und Ansata White Nile (Prince Fa Moniet x Ansata Nile Gift – Falima – Bint Bint Sabbah).

Im Anschluss an die Präsentation wurde auf Bait Al Arab eine kleine Ausstellung über den in Deutschland geborenen Carl Raswan (1893 – 1966), einen Kenner des arabischen Pferdes und Autor zahlreicher Bücher, eröffnet. Der Abend auf dem Staatsgestüt klang bei einem Dinner aus, zwischen Beduinenzelten auf einem Hügel drapiert. Von dort aus hatten die Besucher einen wunderbaren Ausblick auf die ruhige Welt des Staatsgestüts, wo das wertvolle Erbe ägyptischer Linien bewahrt wird. Auch das kann die Liebhaber der Rasse, vor allem angesichts der Pferdequalität in diesem Gestüt, vor Glück schweben lassen.

Judith Forbis, deren züchterisches Erbe in wohl allen kuwaitischen Gestüten zu finden ist, sagte vor mehr als zehn Jahren: „Fortschritt gründet sich in Liebe, Hingabe und Ausdauer. In der Araberszene wird dies nirgends deutlicher als in Kuwait. Die Zusammenarbeit untereinander ebenso wie mit Züchtern in den benachbarten Golfstaaten zeigt eine beispielhafte Kameraderie.“ Das ist bis heute spürbar.


Veröffentlicht unter WebMaster | Kommentare deaktiviert für Kuwait ANC Straight Egyptian

Kuwait International Arabian Horse Festival 2019 Ergebnisse

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zu den Ergebnissen.

Veröffentlicht unter WebMaster | Kommentare deaktiviert für Kuwait International Arabian Horse Festival 2019 Ergebnisse

Liesel Vetter


Foto Joanna Jonientz 2007

Am 17. Februar, eine gute Woche nach Vollendung ihres 98. Lebensjahres ist unser Ehrenmitglied und eine der ersten SE- Züchterinen Liesel Vetter von uns gegangen.  Ihren Angehörigen gilt die Anteilnahme der Pyramid Society Europe.

1955 wurde Liesel von Arabitis befallen und züchtete seitdem reine ägyptische Vollblutaraber. Mit ihrer Stute Ashraff (Mohafez x Hanan) züchtete sie ein schönes Fohlen nach dem anderen. Mit einer Enkelin von Ashraff, der Ibn Jamil-Tochter Jamila I gewann sie 1997 den Asil Cup in Baden Baden. Im Jahr 2005 erhielt sie, die 50 Jahre aktiv am Züchterleben teilgenommen hatte, die Ehrenmitgliedschaft der Pyramid Society Europe.

Veröffentlicht unter WebMaster | Kommentare deaktiviert für Liesel Vetter

Kuwait International Arabian Horse Festival 2019

Veröffentlicht unter WebMaster | Kommentare deaktiviert für Kuwait International Arabian Horse Festival 2019